Bisherige Veranstaltungen

„Kopfschmerzen im Schulalltag“ – wie Eltern und Lehrer helfen können 

am 30. November 2017 um 19:00 Uhr

Kopfschmerz betrifft zunehmend auch Kinder und Jugendliche, über 70 % leiden unter regelmäßigen Beschwerden. Gemeinsam mit
Prof. Dr. med. Hartmut Göbel hat Karin Frisch die bundesweite „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“ initiiert. In ihrem Vortrag informiert sie über die Ursachen und Symptome der verschiedenen Kopfschmerzarten . Sie stellt Maßnahmen vor, was Familien und Schulen tun können, um vorbeugend und effektiv Kinder und Jugendliche vor Kopfschmerzen zu schützen.

„Das Lernen lernen“

mit Andreas Schnell vom Dozententeam des Vereins LVB-Lernen
Vortrag in der Volkshochschule Backnang am 9. Februar 2016

Mit weit über 100 Besuchern, deutlich mehr als erwartet, waren die Backnanger Bildungsgespräche sehr gut besucht.

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Mit dem Beispiel der Lagerhalle erläuterte der Pädagoge Andreas Schnell die Funktionsweise des Langzeitgedächtnisses und wie dieses gefüllt und geordnet werden kann. Er bot einen interessanten Überblick über die theoretischen Modelle des Lernens und von Anfang an band er die Zuhörer mit Übungen immer wieder aktiv in den Vortragsabend ein.

 

„Gehirntraining durch Bewegung : Mentale Leistungssteigerung durch Sport“

von Ben Blümle – Sportwissenschaftler BA und HEADFIT Trainer
Vortrag im Bürgerhaus Backnang am 29. November 2016

Die geistigen Anforderungen im Alltag steigen immens. Ob im Beruf, in der Schule, im Sport oder im Privatleben – man wird mit Informationen überhäuft. Die große Herausforderung ist, die für sich wichtigsten Informationen zu filtern und zu nutzen – und dies unter Zeitdruck und Stress.

Der Sportwissenschaftler und Gehirntrainer Ben Blümle stellte im Backnanger Bürgerhaus sein spezielles Trainingsprogramm „HEADFIT“ vor. Auf sportliche und spielerische Art schaffen, so Blümle, „neuartige Bewegungsherausforderungen, gepaart mit verschiedenen kognitiven Aufgaben, neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen,  woraus eine bessere Arbeitsfähigkeit des Gehirns resultiert“. Dies gelte nicht nur für den Leistungssport, auch viele Schulen bieten laut Blümle heute dieses Training in Form von Arbeitsgemeinschaften an, um den Schülerinnen und Schülern durch Sport und Spaß das Lernen zu erleichtern.

Neben theoretischen Informationen gab es an diesem Abend auch Einblicke in die Trainingspraxis mit Demoübungen zum Mitmachen. Die rund 80 Zuhörer hatten reichlich Spaß bei den herausfordernden Übungen an diesem Abend.

 

„Kreative Bildungswege – in/direkt zum Ziel“

Eine Podiumsdiskussion am 29. April 2016 um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Backnang

Nicht immer ist der direkte Weg zum höchsten Schulabschluss für einen jungen Menschen das Richtige. Unsere Bildungslandschaft bietet viele Möglichkeiten, um ans Ziel zu kommen. Doch was ist das Ziel? Abitur und Studium als das einzig Wahre für Erfolg? Erfolg ist individuell, doch in unserer Gesellschaft wird er leider zu häufig unter dem finanziellen Aspekt gesehen. Wir brauchen in Deutschland die Wertschätzung aller Berufe. Beruf sollte wieder mehr als Berufung denn als Statussymbol gesehen werden. Für diese Veranstaltung haben wir interessante Gäste zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, moderiert wurde diese von Jo Frühwirth, bekannt vom SWR.

 

„Nicht ohne mein Smartphone“

Vortrag von Frau Christa Rahner-Göring, Medienpädagogin des Landesmedienzentrums am 20. November 2015

Die Nutzung von Smartphones ist heutzutage für fast jeden Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ein großer Teil des Tagesablaufes wird hiermit organisiert und die ständige Erreichbarkeit als beruhigend empfunden. Eines der am häufigsten genutzten sozialen Netzwerke ist „Whatsapp“ mit 820 Millionen Nutzern weltweit, die durchschnittlich circa. 30 Milliarden Nachrichten pro Tag versenden und empfangen. In Deutschland nutzen derzeit mehr als 80 % der Smartphonebesitzer „Whatsapp“. Doch nicht nur „Whatsapp“, sondern auch die Unmengen an mehr oder weniger bekannten sozialen Netzwerken bieten, neben den Vorteilen, gerade für Kinder und Jugendliche auch hohe Risiken. Frau Rahner-Göring zeigte in ihrem Vortrag neben diesen Punkten auch die Datenschutzproblematik auf, die häufig ignoriert oder billigend in Kauf genommen werde. Den Eltern gab sie wertvolle Tipps zur Unterstützung ihrer Kinder für die Nutzung von den Mini-Computern. „Medienbildung falle nicht vom Himmel“ sagt sie, „Eltern müssen Vorbild sein und den richtigen Umgang mit den Medien vorleben. Strikte Verbote sind kontraproduktiv, Gespräche und das gemeinsame Aufstellen von Regeln sind wichtig.“ Das richtige Alter für ein Smartphone gibt es, so Rahner-Göring, nicht, dies hängt von der Reife des einzelnen Kindes ab. Allerdings rät sie, Kindern unter 10 Jahren noch kein Smartphone zu geben.

Artikel in der Backnanger Zeitung: Medienbildung fällt nicht vom Himmel

 

„Freie Eltern – freie Kinder“

Vortrag von Dr. Stephan Valentin, Kinderpsychologe und Schriftsteller am 13. April 2015

Literaturpreisträger Dr. Stephan Valentin stellte sein Buch „Freie Eltern – freie Kinder“ vor, in dem er Eltern zu mehr Freiheit und Vertrauen ermutigt. Er zeigte auf, dass ein Rundum-Management, eine durchgeplante Freizeit und vorgefertigte Lebenspläne nicht nur Kinder, sondern auch Eltern unter Druck setzten. Eltern geben dadurch auch ihre eigene Freiheit auf. Aus ihrer Unsicherheit heraus und aus Angst, etwas zu verpassen, beginnen Eltern schon im Kleinkindalter mit einer Frühförderung. Dr. Valentin rät Eltern, den Mut zu haben, sich selber und den Kindern Freiräume zu schaffen und zuzugestehen. Freiheit und Vertrauen führt dazu, dass Kinder sich entfalten und ihre eigene Persönlichkeit entwickeln können.

Artikel in der Backnanger Zeitung: „Das erste Jahr ist wie Intensivstation“

 

„Rechtschreibchaos???“

Vortrag von Prof. Dr. Matthias Grünke von der Universität Köln am 24. November 2014 

Prof. Dr. Grünke forscht unter anderem im Bereich der Lernstörungen, sowie der Effektivität von Unterrichtsmethoden für lernbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche. Die Situation bei den Leistungen in der Rechtschreibung sieht Prof. Dr. Grünke dramatisch und zeigt in seinem Vortrag Ursachen und Folgeproblematiken auf, wie zum Beispiel sinkendes Selbstwertgefühl und Verhaltensauffälligkeiten von lese- und rechtschreibschwächeren Kindern. Die Methoden, wirksam den Schülerinnen und Schülern zu helfen, sind beispielsweise systematische Erfassung der Fehler, Lob bei Fortschritten und vor allem einschleifendes Üben, wie bei einem Musikinstrument. Für eine erfolgreiche Umsetzung in den Schulen ist, nach Prof. Dr. Grünke, die Bildungspolitik gefragt, die für eine adäquate Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer sorgen muss.